Doch ist das wirklich eine Chance – oder nur ein hübscher Vorwand, um sich nicht entscheiden und festlegen zu müssen? Oder um bloß keine Fehler zu machen?
Der Moment als Quelle deines Lebens
Die tiefsten Impulse und damit vielfach auch Lösungen kommen selten allein aus dem Kopf. Sie kommen aus dem Raum dazwischen – aus dem Moment, der sich öffnet, wenn wir aufhören zu wollen. Wenn der Wille dem Sinn Platz macht und so eine höhere Oktave, eine tiefere Bedeutung findet.
„Kein Thema“ bedeutet: „Mach Platz. Etwas will durch dich hindurch fließen und entstehen.”
Wer den Film „Avatar 1” gesehen hat erinnert sich eventuell an die Szene, als Mo’at (die Stammesmutter) Jake entgegnete: „Es ist schwer, eine Tasse zu füllen, die schon voll ist.“
Ich fange gerne mit dem Positiven an :-). Wenngleich die andere, negative Seite keinesfalls wirklich und ständig negativ sein muss. Aber das ist wieder ein anderes Thema ….
Wann ist es echte innere Führung, also deine Intuition?
Das zeigt sich eigentlich relativ klar im Erleben. Ist es die echte Intuition erlebst du dies…
- Ruhe – Intuition wirkt leise und klar. Sie bedrängt nicht, sie lädt eher ein. Sie „will“ nicht.
- Stimmigkeit – Intuition braucht keine Begründung, sie fühlt sich einfach „richtig“ an.
- Weite – Intuition öffnet innerlich. Sie schafft Raum und macht sanft neugierig. Es entsteht dieses „innere Kribbeln“, dass du sicher schon erlebt hast, wenn du neugierig bist.
- Lebendigkeit – Intuition bringt Energie und Freude, sofort spürbar. Kraft und Wachheit, Interesse und Motivationen kommen zu dir.
Wann ist es Selbsttäuschung beziehungsweise das bekannte „spiritual Bypassing”?
„Aus dem Moment schöpfen“ kann eine Ausrede des Egos sein. Diese Regung kann aus tiefen Blockaden und Projektionen entstehen. Wenn du dies spürst, dann ist es keine Intuition:
- Unklarheit, die sich eher nebelig anfühlt. Es wird dir von der vermeintlichen inneren Stimme als Freiheit verkauft. „Ich fühle gerade nichts, also mache ich nichts.“
- Bequemlichkeit und etwas Lähmendes. Es erscheint erstmal als vielleicht entlastend im Sinne von „Mein Impuls sagt, ich soll heute wieder nicht schreiben.” Aber eigentlich lähmt es Dich. Es fühlt sich schwerer an. Wenn deine Intuition dies mitteilt, spürst du eher Frieden oder eine Klarheit darin, im Sinne von: Es darf noch gewartet werden, damit etwas für die Integration in die Wirklichkeit reifen kann.
- Ego-Impulse, die als spirituelle Eingebungen erscheinen: „Ich brauche kein Thema, ich bin jenseits davon.“ Immer wenn du merkst, das du „über” etwas stehst, dann schau genauer hin wo der Gedanke/die Haltung herkommt. Ist es Angst vor etwas? Vermeidung? Wovor läufst du davon? Ähnlich ist es damit, wenn du etwas willst oder nicht willst. Intuition ist sanft, sinnvoll.
Der Kernunterschied wann das Schöpfen aus dem Moment wirkliche Intuition ist und dich in deinem Seelenplan und -weg weiterbringt und wann es Eg(s)o-Schwurbeln ist, ist kurz gesagt…
Intuition bringt Klarheit und macht glücklich. Ego produziert Nebel, Schwere, Härte und belässt im Leid.
Diese drei einfachen Haltungen braucht es, um Intuition zu unterstützen …
- Loslassen: Nicht wissen müssen, was kommt.
- Lauschen: Wahrnehmen, was sich zeigt.
- Antworten: Dem Impuls folgen, der sich lebendig anfühlt.